DAS KOLLAGEN –
STRUKTUR, EIGENSCHAFTEN UND SEINE PRÄSENZ IM ORGANISMUS
Das Wort „Kollagen“ kommt aus dem Griechischen: colla – Klebe und genno – gebären. Diese Bezeichnung beschreibt am besten die Funktion des Kollagens – des „Klebebringers“, des Eiweißes das die Zellenelemente zusammenklebt.
Das Kollagen ist das fundamentale Fiberprotein des Bindegewebes, das nicht nur in der Haut, aber auch in den Knochen, Knorpeln, Zähnen, Bändern, extra- und intraorganer Membranen (Bauchfell, Brustfell), Sehorganen und Gefäßen von allen Wirbeltieren vorkommt.
Das Kollagen ist das wichtigste Protein, das gemäß dem Organismus 50 bis 80% der gesamten Masse des Proteins bildet. Es gehört zur Gruppe der fibrilären Glykoproteinen, die nur aus Aminosäuren bestehen. Die Aminosäuren bilden drei Polypeptidenketten, die in einer Spirale zusammengesetzt sind.
Diese Spirale, die sogenannte Tripelhelix, weist eine identische räumliche Struktur wie diejenige des Menschen auf und besitzt die sich wiederholende Sequenz von den Aminosäuren Glyzin, Prolin, Hydroxyprolin und Hydroxylisin (die zwei letzten sind praktisch abwesend in der Komposition von anderen Proteinen). Die sich im Kollagen wiederholende Sequenz ist das Triplettsystem X_Y_Z, wo die Aminosäure Y und Z in die Polypeptidenketten eingebaut werden. Die Stabilität des Kollagens wird durch die schwachen Wasserstoffverbindungen gesichert. Diese Verbindungen können im lebendigen Organismus gebrochen werden, z. B. während akuter Entzündungszustände oder bei einer schnellen Steigerung der Körpertemperatur bis 42°C.
Das Stützprotein Kollagen kommt im ganzen menschlichen Körper vor. Seine Rolle kann man mit der einer Rüstung vergleichen, die für die Stabilität und die Widerstandskraft der Zellen und Gewebe verantwortlich ist. Die Kollagenfasern besitzen auch die Eigenschaft, Wasser im Organismus zu speichern.
DAS KOLLAGEN IST ZUM GROSSEN TEIL VERANTWORTLICH FÜR:
- den Zustand der Haut und anderer Organe
- den mechanischen Schutz des Organismus durch die Haut
- das Festhalten der Hautstruktur, d. h. ihre Spannkraft, Elastizität und Straffheit.
Es verlangsamt den Alterungsprozess und beugt dem Entstehen neuer Falten vor.
- Verstärkung des Knorpel- und Knochengewebes, aus dem die Skelettstruktur besteht. Die Produktion des Kollagens nimmt mit den Jahren ab, was zur Abnahme der Knochenmasse führt (Osteoporose – Knochenschwund).
- die Widerstandskraft der Bänder
DER MANGEL AN KOLLAGEN VERURSACHT:
- Funktionsstörungen der Haut und Degradierung des Hautzustandes
- Schwächung der Lebensfunktionen des Organismus
- Störungen im Kreislauf der extrazellulären Flüssigkeit
- Amyotonie